karwendel.

Ich gestehe, bis vor wenigen Wochen kannte ich das Karwendel nicht. Und wenn ich jetzt davon schwärme, geht es anderen genau so. Sie ahnen, dass es im Süden liegt und dann erscheinen Fragezeichen auf der Stirn. Also gibt es etwas zu ändern :-) 

Aufgebrochen sind wir in der einzigen sonnigen Maiwoche, um mit den MTB`s die Berge zu erklimmen, zu wandern und für einen passenden Kalorienausgleich zu sorgen. Zuerst gab es noch den Gedanken auch unseren alten Stahlrenner einzupacken aber da wir es schafften alles in den Kombi zu stopfen, blieb der Dachgepäckträger in der Garage und somit die Zahl der Räder auf ein Rad pro Biker begrenzt.

badespaß in karwendel

Der Geroldsee, auch Wagenbrüchsee ist ein Moorsee nahe Garmisch-Partenkirchen. Er liegt etwas versteckt hinter einem kleinen Wäldchen und ist gut zu Fuß und mit dem Rad erreichbar. Die Lage des bayerischen Badesees ist großartig. Von ihm aus hat man einen  randiosen Blick auf das Karwendel- und Wettersteingebirge.

Badehäuschen am Wagenbrüchsee mit Blick auf den Karwendel
Badehäuschen am Wagenbrüchsee mit Blick auf den Karwendel
Wagenbrüchsee Karwendel Badesee
Wagenbrüchsee Karwendel Badesee
Wagenbrüchsee Karwendel Badesee
Wagenbrüchsee Karwendel Badesee

Nun aber erst mal auspacken und dann aufs rad

Unser Quartier oder eher Basislager liegt gut versteckt in Wallgau direkt am Hang. Fast genauso gut versteckt wie die beiden Räder die sich irgendwo mit im Kofferraum befinden. Nach der Restauration läuft auch der 123 wieder wie auf Schienen und freut sich auf weitere 264.000km. 

Also gerade eingefahren...


Lockeres einradeln auf der Ebene an der Isar. Das Naviki haben wir dabei immer schön missachtet und wurden Minuten später dafür mit Steigungen von über 16 Prozent belohnt. Naviki wäre im Tal geblieben aber wenn man schon in die Berge fährt dann möchte man auch schwitzen.


großer ahornboden im karwendel

Die Tour für Auge und Beine. Sofort einer unserer Favoriten. Je nach Lust und Laune kann man über die Straße hoch radeln und es den Rennrad-Fahrern gleich tun oder ab und an Abweichungen nehmen.

Bis heute versteht mein Gehirn nicht, warum sich RR und MTB nicht grüßen. Mit stoischer Miene sahen wir zahlreiche Rennradler, die jedes andere Profil mit kalter Schulter und eisigem Blick strafen. Komisch, wenn man sich das gleiche Hobby teilt. Man würde mich also grüßen wenn ich mir etwas anderes unter die Elastanhose klemme.

Das will wirklich nicht in meinen Kopf.

Ich denke, wir sollten lernen größer zu denken und egal, ob ich auf RR, CC, MTB, Fully oder SingleSpeed unterwegs bin, jeden Radler willkommen zu heißen. Ich freue mich sogar über E-Biker die den Weg von Sofa geschafft haben und die Liebe zum biken in der Natur entdecken. 



So ein Grenzschild hat schon etwas. Uns war klar, dass das Karwendel grenznah liegt. Mit den Rädern mal in Österreich und dann wieder in Deutschland zu sein hat etwas. Unsere Provider wussten immer wo wir waren, denn es brummte fleißig in den Taschen...

Der Zusatnd der Straße ist klasse. Im Frühling radelt man zum Glück ohne viel Kfz-Verkehr. nur die ersten Motorradfahrer sind neben den Radlern unterwegs. Das der große Ahornboden im Sommer auch von vollen Touristenbussen befahren wird, möchte ich mir gar nicht vorstellen. So war es einfach nur herrlich, idyllisch und wir hatten endlos Zeit um nebeneinander zu radeln. Oben lag noch Schnee und nach einem weiteren Almdudler ging es mit hohem Tempo bergab. Dabei löste sich zwar auf halber Strecke mein rechtes Pedal aber wozu hat man Werkzeug dabei. Wäre ja Schade wenn man es nie nutzt...


Auf dem Weg zum Großen Ahornboden - Karwendel
Auf dem Weg zum Großen Ahornboden - Karwendel

Regenpause

Damit wir nicht glauben, dass hier im Karwendel das Sonnenparadies für Radler und Wanderer ist kam eines Abends eine dunkle Wolkenfront durchs Tal. und brachte einigen Regen, viele Blitze und reichlich Donner.

ab in die wanderschuhe



zu einem guten stau gehört ein gutes schnitzel

Kleiner Nachtrag zur Anreise. 3,5 Stunden nach Hannover und damit noch fern vom Ziel in Süddeutschland sind alles andere als ein Rekord. Bei absolutem Stillstand gab es dann einen kleinen Spaziergang auf der BAB A7 und ein paar Schnitzel zur Stärkung und zur Überbrückung der Wartezeit.